Crosshire
← Zurück zum Kurs
Kapitel · 22

Auf der Fachmesse — präsentieren, netzwerken, gründen

Interaktives Kapitel·Niveau B2 · C1 Professional·5 Lerneinheiten·Lesen · Hören · Schreiben · Sprechen
Mein Ziel
Fortschritt0 / 5

Fortschritt wird nur lokal in deinem Browser gespeichert — nicht auf unseren Servern. Wird der Browser-Speicher (localStorage) geleert, beginnt der Fortschritt von vorn.

Worum geht es in diesem Kapitel?

Dieses Kapitel begleitet Sie durch die wichtigsten Kommunikationssituationen auf Handwerks- und Fachmessen: die Eröffnung eines Messegesprächs mit einem unbekannten Fachbesucher, die Präsentation des eigenen Betriebs mit klarer Botschaft und passendem Ton, das Netzwerken in der Kaffeepause, das professionelle Umgehen mit kritischen Rückfragen am Stand sowie das Beratungsgespräch mit der HWK-Gründungsberaterin über Gewerbeanmeldung und Fördermittel. Sie lernen, Ihren Betrieb in zwei bis drei Sätzen überzeugend vorzustellen, ohne ins Schwärmen zu verfallen; einen Fachbesucher gezielt zu qualifizieren und das Gespräch bei fehlendem Bedarf höflich zu beenden; auf Preiseinwände und kritische Vergleiche sachlich zu reagieren, ohne auf den Preis zu gehen; eine konkrete Zusammenarbeit zu sondieren und einen nächsten Schritt zu vereinbaren; und die wichtigsten Fragen zur Existenzgründung so zu stellen und zu beantworten, dass Sie mit echten Informationen nach Hause fahren. Es geht weniger darum, einen perfekten Messeauftritt zu inszenieren — sondern darum, in jedem Messegespräch den richtigen Ton zu treffen.

LesenFünf Lesetexte aus dem Messealltag: ein Standbericht von Wilfried Kahlert (Baumesse BAU München) mit Notizen zur Erstansprache und Lead-Bewertung; ein Messebericht von Detlev Greve (GaLaBau Nürnberg) über seine strukturierte Standpräsentation mit Dativ-vor-Akkusativ-Objektstellung; Aysel Coskuns Netzwerk- und Abendnotizen von der Elektrohandwerks-Messe, in denen Gerüchte und Hörensagen mit subjektiven Modalverben weitergegeben werden; Wibke Brunnckows Über-uns-Gründungstext (Brunnckow Haustechnik, SHK) über den Weg in die Selbstständigkeit und die Gewerbeanmeldung; sowie Henrike Bargmanns Businessplan-Pitch von der Pflege- und Reha-Fachmesse Düsseldorf mit Geschäftsidee, Zielgruppe und Kalkulation.
HörenFünf Hörtexte aus realen Messesituationen und verschiedenen Sprachregionen: ein Messevortrag von Wibke Brunnckow über typische Einstiegsfehler bei der Wärmepumpen-Montage (SHK-Messe Frankfurt); ein österreichischer Branchen-Podcast, in dem drei Handwerker — darunter Bäckermeister Oswald Pfeffinger — über den Nutzen von Messeauftritten diskutieren; ein Schweizer Standgespräch zwischen Almuth Wittstock und Aysel Coskun über Smart-Home- und Ladeinfrastruktur (Elektrohandwerks-Messe Zürich); ein Gründungsberatungsgespräch am HWK-Stand zwischen Mechthild Grenzmann und Wibke Brunnckow über die Umwandlung in eine GmbH; sowie eine Voicemail von Wilfried Kahlert an Tamer Steeb mit der Einladung zu einem Standtermin auf der Kfz-Werkstattmesse.
SprechenVier Aufgaben: kurze Betriebspräsentation am Stand in 60 bis 90 Sekunden (Beruf, Alleinstellungsmerkmal, Zielgruppe); sachliche Reaktion auf einen Preiseinwand mit Konjunktiv II als Höflichkeitsform (40 bis 90 Sekunden); Netzwerkgespräch in der Kaffeepause mit Interesse sondieren und konkreten nächsten Schritt vereinbaren (60 bis 120 Sekunden); sowie mündliche Zusammenfassung des Tages für eine nicht anwesende Kollegin mit indirekter Wiedergabe (90 bis 150 Sekunden).
SchreibenFünf Aufgaben: kurze Standnachricht im Betriebsgruppen-Chat direkt nach einem vielversprechenden Messegespräch (ca. 50 Wörter, du-Register, mit Dativ-Akkusativ-Objektstellung); Follow-up-E-Mail an einen Messebesucher mit konkretem Angebot und nächstem Schritt (80 bis 130 Wörter, Sie-Register); sachliche Anfrage bei der HWK nach Fördermitteln mit Angaben zum Betrieb (80 bis 120 Wörter, formelles Sie-Register); strukturierte Tagesnotiz mit Lead-Bewertung und offenen Folgeterminen (70 bis 110 Wörter); formelle Zusammenfassung des Messeauftritts für die Handwerkskammer als Fördernachweis mit Konjunktiv I in der indirekten Wiedergabe (150 bis 200 Wörter).
GrammatikDie vier Grammatikstrukturen, auf die es auf der Fachmesse ankommt: Konjunktiv II als Höflichkeitsform für professionelle Anfragen und sanfte Ablehnungen am Messestand (ich hätte gerne, könnten Sie mir sagen, das wäre denkbar); Objektstellung Dativ vor Akkusativ und Pronomenwechsel bei substituierten Nominalgruppen; subjektiver Gebrauch von Modalverben für Schlussfolgerungen und vorsichtige Einschätzungen (das müsste sich lohnen, das dürfte funktionieren); sowie Funktionsverbgefüge als professionelle Formulierungen in Gespräch und Schrift (in Betracht ziehen, zur Verfügung stehen, in Frage kommen, eine Vereinbarung treffen).
Gespräche25 gestufte Messedialoge in drei Niveaubändern — fünf auf B1, fünfzehn auf B2 und fünf auf C1 — aus verschiedenen Handwerksbranchen und Messesituationen: Erstansprache am Stand, Betriebspräsentation, Bedarfsqualifizierung, Preiseinwand, Kooperationssondierung, Netzwerken in der Pause, Gründungsberatung, Kontaktdaten-Austausch, Follow-up-Vereinbarung und Tagesreflexion.

Grammatik — die Schwerpunkte dieses Kapitels

Ausführlich erklärt im Reiter Grammatik — mit Beispielen, Faustregeln und typischen Fehlern.

  • Konjunktiv II — HöflichkeitHöfliche Bitten und Anweisungen durch Konjunktiv II der Gegenwart abmildern.
  • Modalverben in subjektiver BedeutungVermutungen und fremde Behauptungen mit Modalverben ausdrücken.
  • Mittelfeld-Objektstellung: Dativ vor Akkusativ — und der Pronomen-FlipIm Mittelfeld steht Dativobjekt vor Akkusativobjekt — außer wenn das Akkusativobjekt ein Pronomen ist: dann Akkusativ zuerst.
  • Funktionsverbgefüge — Übersicht und RegisterVerben durch feste Verb-Nomen-Verbindungen ersetzen und so formell schreiben.

— Ihr Lernplan

Ihr Lernplan — so gehen Sie vor

  1. Lesen Sie Sektion A (Standbericht und Erstansprache) komplett durch und achten Sie auf die Lead-Bewertungssprache sowie auf die Satzstruktur von Wilfried Kahlerts Betriebspräsentation — kurz, klar und ohne Superlative.
  2. Arbeiten Sie Sektion B (Standpräsentation) durch — verfolgen Sie in Detlev Greves Messebericht von der GaLaBau Nürnberg, wie er seinen Betrieb strukturiert vorstellt, und achten Sie besonders auf die Objektstellung Dativ vor Akkusativ und den Pronomenwechsel.
  3. Lesen Sie Sektion C (Networking und Gerüchte) — Aysel Coskuns Abendnotizen vom Netzwerkempfang der Elektrohandwerks-Messe. Beobachten Sie, wie beim lockeren Small Talk Gerüchte und Hörensagen kursieren und wie subjektive Modalverben (soll, müsste, dürfte) den Wahrheitsanspruch markieren.
  4. Lesen Sie die beiden Gründungssektionen D und E: Wibke Brunnckows Über-uns-Text (Brunnckow Haustechnik, SHK) über den Weg in die Selbstständigkeit und die Gewerbeanmeldung, sowie Henrike Bargmanns Businessplan-Pitch von der Pflege- und Reha-Fachmesse Düsseldorf mit Geschäftsidee, Zielgruppe und Kalkulation. Achten Sie auf die Funktionsverbgefüge und den nominalen Stil.
  5. Hören Sie die fünf Hörtexte in dieser Reihenfolge: zunächst Wibke Brunnckows Messevortrag zu Wärmepumpen-Einstiegsfehlern, dann den österreichischen Branchen-Podcast mit drei Handwerkern über Messeauftritte, danach das Schweizer Standgespräch zwischen Almuth Wittstock und Aysel Coskun, anschließend das HWK-Gründungsberatungsgespräch zwischen Mechthild Grenzmann und Wibke Brunnckow zur GmbH-Umwandlung, und abschließend Wilfried Kahlerts Voicemail an Tamer Steeb mit der Einladung zum Standtermin.
  6. Trainieren Sie die Kommunikationskarten in kurzen Sessions: Erstansprache und Betriebspräsentation zuerst, dann Preiseinwände und Kooperationssondierung, abschließend Netzwerken und Gründungsberatungsfragen.
  7. Arbeiten Sie die vier Grammatikschwerpunkte durch: Konjunktiv II als Höflichkeitsform und Objektstellung Dativ-vor-Akkusativ zuerst, dann subjektive Modalverben und Funktionsverbgefüge — üben Sie jeden Schwerpunkt mit den zugehörigen Drillaufgaben.
  8. Schreiben Sie die fünf Texte (Stand-Chat-Nachricht, Follow-up-E-Mail, HWK-Förderanfrage, Tagesnotiz mit Lead-Bewertung, formelle Messeauftritts-Zusammenfassung) und prüfen Sie die automatische Auswertung Punkt für Punkt.
  9. Üben Sie die vier Sprechaufgaben (Betriebspräsentation am Stand, Reaktion auf Preiseinwand, Netzwerkgespräch mit Ergebnis, mündliche Tagesrückblick-Zusammenfassung) und machen Sie dann den Abschlusstest ohne Hilfen — alle vier Fertigkeiten zusammen.