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DTB B2 Sprechen · Teil 2 — Small Talk · Pausenregelungen

Rauchpausen

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Speaking tool

Kernaussagen

Rauchpausen wirken für Nichtraucher oft ungerecht, weil sie nicht offiziell erfasst werden.
In den meisten Betrieben gilt: Rauchen zählt als Pause, nicht als Arbeitszeit – das hängt aber vom Betrieb und dem Arbeitsvertrag ab.
Eine faire Lösung sind feste kurze Pausen für alle Mitarbeitenden, unabhängig vom Rauchen.
Beide Seiten – Raucher und Nichtraucher – profitieren von klaren, offen kommunizierten Regeln.
Das Thema eignet sich gut für eine offene Ansprache im Team statt für stille Verärgerung.

Modelldialog

A
Gehst du eigentlich oft raus zum Rauchen? Ich hab dich heute schon dreimal am Fenster gesehen.
B
Ha, stimmt, heute war echt ein stressiger Tag, da brauch ich das einfach zwischendurch. Normalerweise sind es aber eher so vier, fünf Pausen am Tag. Und du, machst du eigentlich auch mal richtige Pausen, oder sitzt du einfach durch?
A
Ehrlich gesagt nicht so oft, wie ich sollte. Ich würde manchmal auch gern kurz rausgehen, einfach um den Kopf freizubekommen, aber ohne Zigarette wirkt das irgendwie komisch, findest du nicht?
B
Wie meinst du das genau?
A
Na ja, bei dir sagt jeder sofort: klar, Raucherpause, kein Problem. Wenn ich das Gleiche mache, muss ich mir erst eine Ausrede einfallen lassen, dass ich zum Drucker oder kurz an die Rezeption muss. Kommt dir das nicht auch manchmal ein bisschen ungerecht vor gegenüber uns Nichtrauchern?
B
Das verstehe ich total, ehrlich. Aber offiziell zählt Rauchen ja als Pause und nicht als Arbeitszeit, oder? Ich dachte immer, das wäre sowieso jedem selbst überlassen.
A
Kann schon sein, aber bei uns im Büro wird das überhaupt nicht wirklich erfasst. Und genau deswegen wirkt es eben so, als hätten die Raucher am Ende des Tages einfach viel mehr Pausen als der Rest von uns. Ist dir das noch nie aufgefallen?
B
Stimmt, da hast du eigentlich einen echten Punkt, darüber hab ich noch nie so richtig nachgedacht. Vielleicht sollte man wirklich einfach für alle feste, kurze Pausen einführen, ganz unabhängig davon, ob jemand raucht oder nicht?
A
Genau, das würde ich total fair finden. Dann könnte ich auch mal für fünf Minuten an die frische Luft gehen, ohne dabei gleich ein schlechtes Gewissen zu haben, weil ich ja „nur" eine Pause mache. Wie siehst du das eigentlich als Raucherin?
B
Ehrlich gesagt wäre das für uns Raucher auch völlig okay, solange die Pausen dann klar und für alle gleich geregelt sind. Dann muss sich auch keiner mehr schräg angucken lassen, egal ob mit oder ohne Zigarette.
A
Gut zu wissen, dass du das genauso siehst. Sollen wir das Thema mal ganz offen beim nächsten Teammeeting ansprechen, bevor sich noch mehr Leute im Stillen ärgern?
B
Gute Idee, das machen wir. Ich glaube sowieso, dass die meisten im Team da ähnlich denken wie du – die trauen sich nur nicht, das laut zu sagen.

Bausteine — was hiervon transferiert

Universal — passt auf jede Aufgabe dieses Typs

Ehrlich gesagt frage ich mich manchmal, ob …

Leitet eine vorsichtige Meinung im lockeren Ton ein.

Das verstehe ich total, aber …

Höfliche Gegenposition im Small Talk.

Stimmt, da hast du einen Punkt.

Kurze Zustimmungsformel, hält den Dialog natürlich.

Vielleicht sprechen wir das mal beim nächsten Teammeeting an?

Schließt ein Small-Talk-Thema mit einem konkreten nächsten Schritt ab.

Ehrlich gesagt hab ich darüber noch nie so richtig nachgedacht.

Zeigt Offenheit für das Argument des Gesprächspartners, ohne sofort zuzustimmen oder zu widersprechen.

Familie: Pausenregelungen — passt auf verwandte Themen

Bei uns wird das eigentlich gar nicht richtig erfasst.

Beobachtung zu fehlender Regelung bei jedem Pausen-/Zeitthema.

Ich fände feste, klare Regeln für alle fair.

Universeller Fairness-Vorschlag für Pausen-/Arbeitszeitthemen.

Für beide Seiten wäre es besser, wenn das klar geregelt wäre.

Kompromissformel für jedes Pausenthema.

Kommt dir das nicht auch manchmal ungerecht vor?

Fragt nach der Meinung des Gegenübers zu einer wahrgenommenen Ungleichbehandlung — passt auf jedes Fairness-Thema.

Spezifisch — nur für dieses Thema

Ich hab dich heute schon dreimal am Fenster gesehen.

Konkreter, persönlicher Einstieg nur für dieses Thema.

Dann könnte ich auch mal an die frische Luft gehen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Spezifische Formulierung zum Ausgleich zwischen Rauchern und Nichtrauchern.

Dann muss sich auch keiner mehr schräg angucken lassen, egal ob mit oder ohne Zigarette.

Schließt das Rauchpausen-Thema mit einem versöhnlichen Bild ab.

Transfer — wo dieser Baustein wieder passt

  • Fairness-Beobachtung: eine Gruppe hat gefühlt mehr Pausen: Mittagspause, Kantinenessen, Schichtarbeit, Nachtschicht Kontext von Rauchen auf lange Kantinenpausen oder Schichtplan-Ungleichheit ändern
  • Vorschlag: feste, klare Regeln für alle: Gleitzeit und Kernarbeitszeit, Überstunden und Freizeitausgleich von Pausen auf Gleitzeit/Überstunden-Ausgleich anpassen
  • Kompromissformel für beide Seiten: Betriebssport, Fitnessstudio von Rauchpause auf Sportzeit während der Arbeitszeit anpassen

Wortschatz

  • die Rauchpause, -nSsmoke break
  • der/die Nichtraucher/in, -/-nenSnon-smoker
  • die Arbeitszeit, -enUworking time
  • die Regelung, -enUregulation / rule
  • erfassen (etw. wird erfasst)Uto record / track (something)
  • an die frische Luft gehenSto get some fresh air
  • ein schlechtes Gewissen habenUto feel guilty
  • der Ausgleich, -eUcompensation / balancing
  • der/die Kolleg(e)/in, -n/-nenUcolleague
  • klar geregelt seinSto be clearly regulated

Typische Fehler (Fallen)

Viele verwechseln Teil 2 (Small Talk) mit Teil 3 (Problemlösung). Im Small Talk müsst ihr keine offizielle Entscheidung treffen! Bleibt locker und beendet das Gespräch mit einem weichen Vorschlag, zum Beispiel: „Lass uns das beim nächsten Meeting ansprechen."
Viele rutschen aus Versehen von „du" zu „Sie", weil sich das unter Prüfungsstress sicherer anfühlt. Bleibt bei einer Unterhaltung zwischen Kolleginnen und Kollegen aber konsequent beim „du".