— Kapitel-Übersicht
Überblick — alles, was Sie in Kapitel 51 brauchen
Lesen Sie diese Seite zuerst, wenn Sie das Kapitel neu beginnen — oder zum Schluss, um zu prüfen, was hängen geblieben ist.
Worum geht es in diesem Kapitel?
Heute lernst du, über Sprache, Mehrsprachigkeit und Identität reflektiert und differenziert zu sprechen — als jemand, der versteht, dass Sprache mehr ist als ein Werkzeug zum Mitteilen.
Du übst, wiederzugeben, wie Sprache unser Denken prägt, die Lebensrealität mehrsprachiger Menschen zu beschreiben und über Dialekt, Vorurteile und Zugehörigkeit zu diskutieren.
Du übst, kontroverse Fragen des Sprachwandels — Anglizismen, Gendern, neue Wörter — abwägend zu erörtern, statt sie reflexhaft zu verteidigen oder zu beklagen.
So kannst du am Ende eine Forschungsposition referieren, in einer Diskussion differenziert Stellung beziehen und einen abwägenden Text über Sprachwandel verfassen.
Was lernen Sie in jedem Abschnitt?
Lesen5 Texte
Das lernen Sie:
Du liest fünf Texte rund um Sprache, Mehrsprachigkeit und Identität — ein Feature über Sprache und Denken, einen Erfahrungsbericht zum Leben mit mehreren Sprachen und drei kürzere Texte zu Dialekt/Vorurteilen, Sprache/Zugehörigkeit und Sprachwandel.
So nutzen Sie es:
So trennst du referierte Forschungspositionen vom eigenen Urteil und siehst Konjunktiv I, Partizipialattribute, weiterführende Relativsätze und Nominalisierungen im echten Kontext.
Hören9 Hörtexte
Das lernen Sie:
Du hörst neun Aufnahmen rund um Sprache und Identität — ein Feature mit zitierter Linguistin, ein Interview mit einer mehrsprachigen Person, ein Streitgespräch über Dialekt, einen Vox-Pop und plurizentrische Stimmen aus Österreich und der Schweiz.
So nutzen Sie es:
So unterscheidest du Wiedergabe von eigener Behauptung, erkennst einräumende und widersprechende Signale und hörst heraus, wo unter einer sachlichen Aussage eine Wertung steckt.
Sprechen3 Aufgaben
Das lernen Sie:
Du referierst in einem Kurzvortrag eine Forschungsposition zum Verhältnis von Sprache und Denken, beziehst in der Debatte über Dialekt und Standard Stellung und reflektierst über Sprache und Zugehörigkeit.
So nutzen Sie es:
So machst du deutlich, dass du eine Position wiedergibst und nicht selbst behauptest, räumst ein Gegenargument ein und hältst deinen Standpunkt — sachlich und differenziert.
Schreiben2 Aufgaben
Das lernen Sie:
Du schreibst einen abwägenden Kommentar zum Sprachwandel und einen reflektierenden Text, in dem du eine Forschungsposition zu Sprache und Identität referierst und kommentierst.
So nutzen Sie es:
So arbeitest du mit dem Konjunktiv I für die Wiedergabe, setzt ein Partizipialattribut und einen weiterführenden Relativsatz (was/wodurch) gezielt ein und verdichtest mit präzisen Nominalisierungen.
Grammatik4 Schwerpunkte
Das lernen Sie:
Du übst vier Bausteine: die formelle indirekte Rede im Konjunktiv I, das Partizipialattribut gegen den Relativsatz, den weiterführenden Relativsatz mit was/wo/wodurch und die Nominalisierung mit -ung, -heit und -keit.
So nutzen Sie es:
So gibst du Positionen distanziert wieder, verdichtest oder löst auf, kommentierst eine ganze Aussage und bildest sichere, feminine Abstraktbegriffe.
Wortschatz≈120 Wörter · C1
Das lernen Sie:
Du lernst Wörter rund um Sprache und Identität in fünf Gruppen: Sprache & Denken, Mehrsprachigkeit, Dialekt & Standard, Sprache & Identität sowie Sprache im Wandel.
So nutzen Sie es:
So findest du in Referat, Diskussion und Kommentar schnell die treffenden, abstrakten Wörter über Sprache.
Grammatik — die Schwerpunkte dieses Kapitels
Ausführlich erklärt im Reiter Grammatik — mit Beispielen, Faustregeln und typischen Fehlern.
- Konjunktiv I — formelle Pressesprache und amtliche Berichte — Indirekte Rede mit synthetischem Konjunktiv I in Presse, Protokoll und Behördentext — distanziert und nicht-bewertend.
- Nominalisierung — Suffixe -ung, -heit, -keit, -schaft, -tum — Aus Verben und Adjektiven systematisch Substantive bilden — mit fester Genuszuweisung.
- Partizipialattribut versus Relativsatz — wann welcher Stil — die im Mai durchgeführte Inspektion versus die Inspektion, die im Mai durchgeführt wurde — Stilistik und Lesbarkeit.
- Weiterführender Relativsatz — was, wo, wodurch, wofür — Nicht-restriktive Relativsätze, die einen ganzen Sachverhalt kommentieren — typisch für formelle Berichte.
— Ihr Lernplan
Ihr Lernplan — so gehen Sie vor
- Lies zuerst das Feature darüber, wie Sprache unser Denken prägt (Sektion A), und trenne dabei sauber, was die Autorin selbst sagt und was sie nur referiert — achte auf den Konjunktiv I (sei, präge, forme). Lies danach den Erfahrungsbericht über das Leben mit mehreren Sprachen (Sektion B) und markiere dir die dichten Partizipialattribute (die zweisprachig aufgewachsene Autorin). Lies zum Schluss die drei kürzeren Texte zu Dialekt und Vorurteilen (Sektion C), zu Sprache und Zugehörigkeit (Sektion D) und zum Sprachwandel (Sektion E) und sammle dir die weiterführenden Relativsätze (was, wodurch) und die abstrakten Nominalisierungen im echten Kontext.
- Schau dir die Kommunikationskarten an: Wie Sprache unser Denken prägt; Mit mehreren Sprachen leben; Dialekt, Standard und Vorurteile; Sprache und Zugehörigkeit; Sprachwandel abwägen. Sprich die Redemittel laut nach und übe besonders die referierenden Wendungen im Konjunktiv I (die Forscherin argumentiere …) und mindestens einen weiterführenden Relativsatz mit „was“.
- Mach die Grammatik-Übungen zu den vier Bausteinen: die formelle indirekte Rede im Konjunktiv I (samt Ausweichen auf den Konjunktiv II bei Formgleichheit), das Partizipialattribut gegen den Relativsatz, den weiterführenden Relativsatz mit was/wo/wodurch und die Nominalisierung mit -ung, -heit und -keit — erst ohne Tipps, dann mit Hinweisen. Achte besonders auf die 3. Person im Konjunktiv I (er sage, sie präge) und auf die feminine Genus-Regel der Nominalisierungen.
- Lern den Wortschatz und die Karteikarten in kurzen Einheiten: Sprache & Denken, Mehrsprachigkeit, Dialekt & Standard, Sprache & Identität, Sprache im Wandel — und hör dir die Beispielsätze über den SpeakButton an. Merk dir besonders die abstrakten Schlüsselwörter (die Weltsicht, die Mehrsprachigkeit, die Varietät, die Zugehörigkeit, der Sprachwandel).
- Hör dir die Aufnahmen rund um Sprache und Identität an (Feature mit zitierter Linguistin, Interview mit einer mehrsprachigen Person, Streitgespräch über Dialekt, Vox-Pop, plurizentrische Stimmen aus Österreich und der Schweiz). Unterscheide beim Hören, was referiert und was selbst behauptet wird. Übe danach die drei Sprechaufgaben: eine Forschungsposition referieren, in der Dialekt-Debatte Stellung beziehen und über Sprache und Zugehörigkeit reflektieren.
- Schreib die zwei Texte: den abwägenden Kommentar zum Sprachwandel (These, ein eingeräumter Einwand, begründetes Fazit — mit präzisen Nominalisierungen an den verdichtenden Stellen) und den reflektierenden Text, in dem du eine Forschungsposition zu Sprache und Identität im Konjunktiv I referierst und sie mit einem Partizipialattribut und einem weiterführenden Relativsatz (was/wodurch) kommentierst. Geh danach die automatische Auswertung Punkt für Punkt durch.
- Mach zum Schluss den Mini-Test ohne Hilfen — alle vier Fertigkeiten zusammen, damit du siehst, was schon sitzt und wo du beim Referieren, Verdichten und Kommentieren noch nachschärfen solltest.