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Kapitel · 05

Gesundheit und beim Arzt

Interaktives Kapitel·Niveau B1·Lesen · Hören · Schreiben · Sprechen
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Mir tut der Hals weh, und beim Schlucken wird es noch schlimmer.
Schmerz mit Dativ: „mir tut der Hals weh“. Die Person steht im Dativ („mir“), der Körperteil ist das Subjekt des Satzes.
Seit heute Morgen ist mir schlecht und ein bisschen schwindlig.
Feste Wendungen mit Dativ ohne „tun“: „mir ist schlecht“, „mir ist schwindlig“. Man sagt nie „ich bin schlecht“ — das hieße etwas ganz anderes.
Tun dir die Ohren weh, oder ist es nur der Schnupfen?
Plural-Körperteil: „tun dir die Ohren weh?“ — das Verb „tun“ passt zum Plural „Ohren“, die Person bleibt im Dativ („dir“).
Sie müssen unbedingt zum Arzt gehen, das sollten Sie nicht aufschieben.
„müssen“ drückt Notwendigkeit aus, „sollten“ einen dringenden Rat. Beide Modalverben schicken das zweite Verb als Infinitiv ans Ende: „gehen“, „aufschieben“.
Du sollst dich ausruhen und darfst die nächsten Tage nicht arbeiten.
„sollen“ = jemand anderes (hier der Arzt) rät oder ordnet es an. „dürfen“ verneint heißt „nicht erlaubt“. Reflexiv: „sich ausruhen“ → „dich ausruhen“.
Nehmen Sie morgens und abends einen Löffel von diesem Saft.
Imperativ mit „Sie“: Verb zuerst, „Sie“ direkt dahinter — „Nehmen Sie …“. Typisch für die Apotheke, wenn dir erklärt wird, wie du das Medikament einnimmst.
Bleib heute zu Hause, trink viel und ruh dich richtig aus!
Imperativ mit „du“: nur der Wortstamm, ohne „du“ und ohne „-st“. „sich ausruhen“ wird zu „ruh dich aus“. So spricht man vertraut, unter Freunden oder in der Familie.
Trinkt genug Wasser und macht abends das Fenster auf!
Imperativ mit „ihr“: er sieht aus wie die normale „ihr“-Form, nur ohne „ihr“ — „trinkt!“, „macht!“. So redet man mit mehreren vertrauten Personen.
Ich bin gestern auf dem Eis ausgerutscht und mit dem Knie hingefallen.
Perfekt mit „sein“ bei Bewegung: „ausrutschen“ und „hinfallen“ nehmen „bin“. Das Partizip steht am Satzende: „ausgerutscht“, „hingefallen“.
Nach dem Urlaub bin ich leider sofort krank geworden.
„krank werden“ ist ein Zustandswechsel — deshalb Perfekt mit „sein“: „ich bin krank geworden“. Niemals „ich habe krank geworden“.
Ich bin schon zur Apotheke gegangen, aber das Medikament war ausverkauft.
„gehen“ ist ein Bewegungsverb und bildet das Perfekt mit „sein“: „ich bin gegangen“. Im zweiten Teil zeigt „war“ das Präteritum von „sein“.
Guten Tag, ich brauche eine Krankschreibung — können Sie mir heute einen Termin geben?
Praktische Wendungen für die Praxis: „ich brauche eine Krankschreibung“ und die höfliche Frage „können Sie mir … geben?“. „mir“ steht im Dativ, weil etwas FÜR dich getan wird.