Konzept · Tag-Einführung
Geldgeschäfte regeln und am Schalter das Richtige sagen
Am Schalter ist zuerst das Kontomodell zu wählen, danach wird das Formular ausgefüllt.
Passiversatz „ist zu wählen“ = „muss gewählt werden“. So stehen unpersönliche Anweisungen am Schalter und auf Aushängen — kurz und für alle gültig.
Der Überweisungsträger ist vollständig auszufüllen und gut leserlich zu unterschreiben.
Zwei trennbare Verben im Passiversatz: „auszufüllen“ und „zu unterschreiben“ (unterschreiben ist untrennbar, daher „zu unterschreiben“). „sein + zu + Infinitiv“ vermeidet das längere „muss ausgefüllt und unterschrieben werden“.
Den Antrag auf einen Ratenkredit kannst du auch bequem online stellen.
Feste Nomen-Präposition-Verbindung: „der Antrag auf“ + Akkusativ (auf einen Kredit). Man beantragt etwas, und das Nomen „Antrag“ verlangt fest die Präposition „auf“. Dazu das Verb „einen Antrag stellen“.
Bei vielen Konten gibt es heute eine Befreiung von der Kontoführungsgebühr.
Feste Nomen-Präposition-Verbindung: „die Befreiung von“ + Dativ (von der Gebühr). Zu „Befreiung“ gehört „von“ — wie auch „die Frage nach“, „die Sorge um“ und „der Antrag auf“ jeweils ihre feste Präposition haben.
Seine Sorge um das überzogene Konto konnte die Beraterin schnell nehmen.
Feste Nomen-Präposition-Verbindung: „die Sorge um“ + Akkusativ (um das Konto). „jemandem die Sorge nehmen“ heißt: jemanden beruhigen. „überzogen“ = mehr abgehoben, als auf dem Konto war (Dispo).
Die Kontoführungsgebühr kann monatlich oder einmal im Jahr abgebucht werden.
Passiv mit Modalverb „können“: „kann … abgebucht werden“ nennt eine Möglichkeit. Modalverb an zweiter Stelle, am Ende „abgebucht werden“. „abbuchen“ = Geld vom Konto einziehen.
Eine verlorene Karte sollte so schnell wie möglich gesperrt werden.
Passiv mit Modalverb „sollen“: „sollte … gesperrt werden“ gibt eine Empfehlung. „eine Karte sperren“ ist der feste Ausdruck dafür, sie unbrauchbar zu machen, damit niemand Fremdes damit zahlt.
Ein Dauerauftrag darf jederzeit geändert oder gekündigt werden.
Passiv mit Modalverb „dürfen“: „darf … geändert oder gekündigt werden“ nennt eine Erlaubnis. „einen Dauerauftrag einrichten / ändern / kündigen“ sind die üblichen Verben dazu.
Wenn ich am Automaten Geld abhebe, prüfe ich danach immer kurz den Kontostand.
Temporaler Nebensatz mit „wenn“: „wenn“ steht hier für etwas, das sich regelmäßig wiederholt (jedes Mal). Das Verb steht am Ende: „wenn ich … abhebe“.
Als die erste Abbuchung kam, verstand Yusuf endlich, wofür die Gebühr war.
Temporaler Nebensatz mit „als“: ein einmaliger Moment in der Vergangenheit. Nicht „wenn“ — das hieße „jedes Mal“. Im Hauptsatz steht das Verb an zweiter Stelle: „verstand Yusuf“.
Bevor du den Betrag bestätigst, sieh dir die Empfänger-IBAN noch einmal genau an.
Temporaler Nebensatz mit „bevor“: nennt die spätere Handlung (das Bestätigen kommt nach dem Prüfen). Verb am Ende: „bevor du … bestätigst“. So ordnet man Schritte sicher.
Nachdem ich die unbekannte Abbuchung reklamiert hatte, wurde mir das Geld zurückgebucht.
Temporaler Nebensatz mit „nachdem“ + Plusquamperfekt (reklamiert hatte) für die frühere Handlung, im Hauptsatz das Perfekt/Präteritum-Passiv (wurde … zurückgebucht). „nachdem“ zeigt klar: erst das eine, dann das andere.