Konzept · Tag-Einführung
Reparieren, Heimwerken und Haushalt — selbst anpacken oder jemanden holen?
Das lässt sich noch reparieren — du brauchst nur einen neuen Dichtungsring.
Passiversatz mit sich lassen: „lässt sich … reparieren” = es ist möglich, es zu reparieren — aktiver und natürlicher als das Passiv „kann repariert werden”. Das Subjekt (das) ist die Sache, nicht die Person.
Zuerst bohrst du das Loch, dann steckst du den Dübel rein, und sobald der fest sitzt, schraubst du das Regal an.
Temporale Konnektoren der B2-Ebene: „zuerst” (erster Schritt), „dann” (nächster Schritt), „sobald” (konditionaler Zeitpunkt — Verb am Satzende im Nebensatz: „sitzt”). Typisch für Schritt-für-Schritt-Anleitungen.
Ich lasse die Heizung lieber von einem Fachmann reparieren — das ist mir zu riskant.
Lassen-Konstruktion (beauftragen/veranlassen): „lasse … reparieren” = ich tue es nicht selbst, sondern beauftrage jemanden. Verbklammer: lasse (konjugiert) + reparieren (Infinitiv am Satzende).
Der Wasserhahn hat schon seit Wochen getropft, sodass das Holz unter dem Waschbecken ganz aufgequollen ist.
Konsekutiver Konnektor „sodass”: verbindet Ursache (tropfender Hahn) und Folge (aufgequollenes Holz). „sodass” leitet einen Nebensatz ein — Verb am Ende: „ist”.
Bevor du die Schraube festziehst, prüf kurz mit der Wasserwaage, ob das Regal gerade hängt.
Temporaler Konnektor „bevor”: gibt die zeitliche Reihenfolge vor — zuerst prüfen, dann festziehen. Im Nebensatz steht das Verb am Ende: „festziehst”. Typisch in Heimwerker-Anleitungen.
Die alte Waschmaschine lässt sich bestimmt noch ein paar Jahre weiterbetreiben, wenn man den Schlauch tauscht.
Passiversatz mit sich lassen: „lässt sich … weiterbetreiben” drückt aus, dass der Weiterbetrieb möglich ist. Das Subjekt ist die Maschine; der Infinitiv steht am Ende der Verbklammer.
Ich mache die Wände selbst — aber den Elektrokram lasse ich vom Elektriker machen.
Lassen-Konstruktion im Kontrast: „ich mache selbst” (Eigenleistung) vs. „lasse … machen” (Beauftragung). Der Kontrast macht beide Bedeutungen besonders deutlich. Verbklammer: lasse … machen.
Die Steckdose ist so überhitzt, dass wir sie auf gar keinen Fall selbst anfassen sollten.
Konsekutive Konstruktion „so + Adjektiv … dass”: „so überhitzt, dass …” — die Gradpartikel „so” steht im Hauptsatz beim Adjektiv, „dass” leitet den Folgesatz ein. Nie „so … sodass” kombinieren — das wäre eine Doppelmarkierung.
Sobald der Klempner abgesagt hat, habe ich sofort bei einer anderen Firma angerufen.
Temporaler Konnektor „sobald”: bezeichnet einen unmittelbaren Zeitpunkt, ab dem etwas geschieht. Nebensatz mit Verb am Ende: „abgesagt hat”. Hier steht der Nebensatz voran — daher Verb-Zweitstellung im Hauptsatz: „habe ich … angerufen”.
Das Schimmelproblem im Bad lässt sich mit einem speziellen Anstrich gut in den Griff bekommen.
Passiversatz mit sich lassen: „lässt sich … in den Griff bekommen” = man kann es kontrollieren. Die idiomatische Wendung „in den Griff bekommen” bleibt erhalten; das Subjekt ist das Problem.
Ralf hat versucht, den Siphon selbst zu reinigen, so dass die Küche danach komplett unter Wasser stand.
Konsekutive Konstruktion „so dass” (zweiteilig, hier mit Leerzeichen): drückt eine unerwünschte Folge aus. Verb am Ende des Folgesatzes: „stand”. Alternativ möglich: „sodass” (zusammengeschrieben) — beide Formen sind standardsprachlich korrekt.
Dann — nachdem alle Teile ausgepackt sind — legst du die Anleitung neben dich und fängst mit Schritt eins an.
Temporaler Konnektor „nachdem” im eingeschobenen Nebensatz: Verb am Ende — „ausgepackt sind”. „Nachdem” signalisiert den Abschluss einer Vorphase. Die Einschubkonstruktion (Gedankenstrich) ist typisch für mündliche Anleitungen.