Ein gutes Interview beginnt nicht mit der ersten Frage, sondern mit der Vorbereitung. In diesem Kapitel erfindest du eigene W-Fragen, unterscheidest offene von geschlossenen Fragen, lernst höflich nachzufragen und Antworten in Stichworten festzuhalten. Am Ende planst du dein eigenes kleines Interview.
Ein paar wichtige Wörter für dieses Kapitel. Das deutsche Wort bleibt deutsch — das lernst du ja; die Bedeutung wird einfach erklärt.
Wer, was, wann, wo, warum, wie
Ein gutes Interview beginnt mit guten Fragen. Die sechs W-Fragen sind dein Werkzeugkasten dafür: Wer, Was, Wann, Wo, Warum und Wie. Mit ihnen öffnest du fast jedes Gespräch.
Jedes W-Fragewort holt eine andere Art von Antwort: Wer? fragt nach einer Person, Was? nach einer Sache oder einem Ereignis, Wann? nach einem Zeitpunkt, Wo? nach einem Ort, Warum? nach einem Grund und Wie? nach der Art und Weise oder einem Gefühl.
Stell dir vor, du interviewst jemanden über ihr Lieblingshobby. Mit den W-Fragen wird daraus schnell eine Liste: Wer hat dir das gezeigt? Wann hast du damit angefangen? Warum gefällt dir das so gut? Wie fühlst du dich dabei?
Der Trick: Beginnst du deine Frage mit einem W-Wort, bekommst du fast nie nur ein einziges Wort als Antwort. Das ist wichtig, denn im nächsten Abschnitt lernst du, warum der Frageanfang so viel ausmacht.
Welches Wort ist kein W-Fragewort?
Du willst wissen, wann deine Interviewpartnerin mit dem Klavierspielen angefangen hat. Welche Frage passt am besten?
Löse zuerst die Aufgaben im Abschnitt darüber richtig — dann öffnet sich dieser.
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Löse zuerst in jedem Abschnitt oben die Kurz-Aufgaben richtig — dann öffnen sich die Übungs-, geführten und Testaufgaben.